Gebärdensprache  Leichte Sprache

FAQ für Museen zum Umgang mit dem Coronavirus

Aktualisiert am 16.07.2020, 13:00: Hier finden Museen und Museumsmitarbeiter*innen grundlegende Informationen und Hinweise zum Umgang mit dem Coronavirus.

Inhaltsverzeichnis (in Klammern: Datum der Aktualisierung, gefettet: zuletzt aktualisiert)

  1. Grundlegende Informationen
  2. Mein Museum ist geöffnet oder soll bald wieder öffnen – was muss ich beachten? (23.06.2020, 14:00)
  3. Mein Museum hat durch die Schließung finanzielle Probleme. Was kann ich tun? Welche Förderprogramme gibt es? (26.05.2020, 11:00)
  4. Welchen Beitrag können Museen jetzt für die Gesellschaft leisten? Wo finde ich Inspiration für digitale Angebote? (30.03.2020, 10:00)
  5. Müssen/Dürfen Museumsmitarbeiter*innen im Homeoffice arbeiten? (17.03.2020, 16:00)
  6. Mein*e Mitarbeiter*in ist in Quarantäne. Was kann ich tun? (19.03.2020, 13:45)
  7. Müssen Dienstreisen abgesagt werden? (17.03.2020, 16:00)
  8. Welche Regelungen gelten hinsichtlich des Kurzarbeitergeldes? (27.04.2020, 11:00)
  9. Meine Honorarkräfte verdienen durch die Schließung kein Geld. Was kann ich tun? (18.03.2020, 11:00)

Frage 6 wurde auf Hinweis des Museumsverbands Mecklenburg-Vorpommern e.V. ergänzt und für Rheinland-Pfalz angepasst. Besten Dank!

 

1) Grundlegende Informationen

Wir aktualisieren regelmäßig dieses FAQ, sobald wir neue Informationen haben. Weitere Meldungen zu Förderprogrammen jenseits der Landeshilfen finden Sie unter „Aktuelles“. Wenn Ihr Museum nicht zum 11. Mai öffnet oder wenn Sonderausstellungen vorzeitig beendet, abgesagt oder verschoben werden, bitten wir Sie um eine kurze Information an luber(at)museumsverband-rlp.de.

In der Vergangenheit gab es Verwirrung, da Meldungen zu Coronavirus-Lockerungen frühzeitig durch die Presse berichtet wurden, noch bevor in Rheinland-Pfalz zu entsprechenden Rechtsverordnungen erlassen waren. Bitte beachten Sie: Gültig und rechtlich verbindlich sind nur die aktuellen Rechtsverordnungen der Landesregierung, die unten verlinkt sind.

Hier finden Sie die Webseite der Landesregierung mit aktuellen Meldungen zum Coronavirus.

Hier finden Sie die aktuell gültigen Rechtsverordnungen zum Coronavirus.

 

Folgende Stellen bieten Ihnen außerdem weitere Informationen zur aktuellen Lage:

Bundesregierung: Übersicht über Hilfen für Künstler und Kreative (auch kleine Kultureinrichtungen).

Linkliste des Tourismusnetzwerks Rheinland-Pfalz mit Hinweisen für Tourismus-Anbieter.

Corona-Navigator vom Kompetenzzentrum Tourismus des Bundes.

Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes (Linksammlung)

 

2) Mein Museum ist geöffnet oder soll bald wieder öffnen – was muss ich beachten? (23.06.2020, 14:00)

Museen dürfen unter Berücksichtigung von Hygieneauflagen ab dem 11. Mai 2020 wieder öffnen – dies ist jedoch nicht verpflichtend. Wenn die Umsetzung der Hygienemaßnahmen länger dauert, dürfen Museen vorerst geschlossen bleiben.

Notwendige Hygienemaßnahmen

Für Rheinland-Pfalz gilt aktuell eine Maskenpflicht für Museen, außerdem muss die Wahrung weiterer Abstands- und Hygieneregeln sichergestellt werden. Bei Fragen zur konkreten Umsetzung vor Ort sollten Sie Ihre örtlichen Behörden (z. B. Gesundheits- und Ordnungsämter, kommunale Verwaltung) oder die Corona-Hotline des Landes Rheinland-Pfalz kontaktieren (0800 575 8100, täglich von 8 bis 18 Uhr, am Wochenende 10 bis 15 Uhr, Detailfragen zu den Verordnungen: 1 wählen).

Die pauschale Kontakterfassung, die nach der Achten Corona-Bekämpfungsverordnung Rheinland-Pfalz, 8. CoBeLVO vom 25. Mai 2020 gefordert war, ist nun nicht mehr pauschal für Einzelbesucher erforderlich, ist aber für Veranstaltungen bis 150 Personen im Innenraum (inkl. pädagogischer Programme) sowie für gastronomische Angebote weiterhin erforderlich. Bitte beachten Sie dazu auch unsere Handreichung:

Handreichung des Museumsverbands Rheinland-Pfalz für Museen zum Umgang mit dem Coronavirus vom 23.06.2020 (PDF).

Hier finden Sie Infoplakate für Hygiene- und Abstandsregeln zum Download auf der Seite des Deutschen Museumsbunds.

 

3) Mein Museum hat durch die Schließung finanzielle Probleme. Was kann ich tun? Welche Förderprogramme gibt es? (16.07.2020, 13:00)

Weitere Meldungen zu Förderprogrammen jenseits der Landeshilfen finden Sie auf dieser Webseite unter „Aktuelles“.

Programm „Im Fokus – 6 Punkte für die Kultur“ in Rheinland-Pfalz

Am 28.04. wurde ein neues Hilfsprogramm für die Kultur angekündigt. Beantragt werden können:

  • Projektstipendien für Solokünstler*innen (Maßnahme 1, „Projektstipendien“)
  • Hilfen für Einrichtungen und Projektpartner, die bereits eine Förderung des Ministeriums für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland-Pfalz für das Jahr 2020 beantragt oder schon erhalten haben (Maßnahme 2, „Neustart“)
  • Finanzielle Hilfe für Kulturvereine (Maßnahme 3, „Kulturvereine“)
  • Digitale Projekte und dafür notwendige Infrastruktur (Maßnahme 4, „Neue Medien in der Kultur“)
  • Stärkung von Programmkinos (Maßnahme 5, „Programmkinos stärken“

Hier geht es zur Webseite des Förderprogramms mit Einzelheiten zu Förderbedingungen und zur Antragstellung.

 

Land Rheinland-Pfalz Allgemein

Das Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur in Rheinland-Pfalz (MWWK) hat nach den Ankünfigung von Unterstützung für Kultureinrichtungen und selbstständige Kulturschaffende am 16.03.2020 nun am 23.03.2020 die vorgesehenen Maßnahmen präzisiert, diese können ab sofort beantragt werden. Das Programm hakt vor allem in das Hilfsprogramm des Bundes ein.

Hier können die Zuschüsse für das Bundesprogramm „Soforthilfe Corona“ beantragt werden.

Weitere Maßnahmen auf Landesebene:

  • Anpassung der Förderbedingungen des Landes Rheinland-Pfalz: Die Förderung wird auf Grundlage der bereits gestellten Anträge bewilligt. Der Bewilligungszeitraum wird zusätzlich bis Ende des Jahres verlängert, sodass Veranstaltungen bzw. Projekte nicht abgesagt werden müssen, sondern verschoben werden können.
  • Bereits entstandene Kosten für abgesagte oder noch abzusagende Veranstaltungen werden nicht zurückgefordert. Sie können im Verwendungsnachweis als Ausgaben geltend gemacht werden.
  • Institutionelle Förderungen sollen unbürokratisch gehandhabt und so bewilligt werden, wie im Haushaltsplan des Landes vorgegeben, damit die Liquidität dieser Einrichtungen sichergestellt ist.
  • Konkrete Fragen beantworten neben dem Museumsverband Rheinland-Pfalz und anderen Interessenverbänden auch zwei Kulturberater des Landes.

Pressemeldung des Ministeriums für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur vom 23.03.2020.

Pressemeldung des Ministeriums für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur vom 16.03.2020.

 

Bundesprogramm „Neustart“ (Aktualisiert am 16.07.)

Für einen wichtigen Programmteil des Rettungs- und Zukunftsprogramms NEUSTART KULTUR wurden erste Fördergrundsätze bekanntgegeben. Hiervon profitieren insbesondere Museen, Theater, Musikclubs und Festivals, Literaturhäuser und soziokulturelle Zentren

Mit insgesamt 250 Mio. Euro sollen vor allem investive Schutzmaßnahmen, wie Sicherungsmaßnahmen in Kassenbereichen, Ertüchtigung von Lüftungsanlagen oder Sanitärbereichen in den Kultureinrichtungen finanziert werden, um den kulturellen Neustart in Deutschland kräftig zu unterstützen.

Mit dem ersten Programmteil von NEUSTART KULTUR unterstützt der Bund Kultureinrichtungen bei ihrer Wiedereröffnung und ihrem weiteren Betrieb, indem er Schutzmaßnahmen für Publikum und Beschäftigte ermöglicht. Damit sichert dieser Programmteil Arbeitsmöglichkeiten im Kulturbereich. Zudem kann in die Zukunft investiert werden, um die Attraktivität einzelner Einrichtungen zu steigern.

Zugutekommen die Fördermittel kulturellen Einrichtungen, deren regelmäßiger Betrieb nicht überwiegend von der öffentlichen Hand finanziert wird. Die Förderanträge können bei den mittelausreichenden Stellen bis zum 31. Oktober 2020 eingereicht werden. Die Mittel können beantragt werden, sobald der zweite Nachtragshaushalt 2020 in Kraft tritt.

Allgemeine Informationen zum NEUSTART

Hier geht es zu den Fördergrundsätzen

Antragsformular herunderladen

 

Bundesregierung Allgemein

Kulturstaatsministerin Grütters hatte am 17.03.2020 Hilfen für die Kultur- und Kreativwirtschaft angekündigt. Dies wurde durch die Bundesregierung nun konkretisiert. Bis zum 27.03.2020 sollen folgende Hilfen von Bundesregierung, Deutschem Bundestag und Bundesrat beschlossen werden:

  • Vereinfachter Zugang zur Grundsicherung für Kleinunternehmer und Solo-Selbstständige
  • Corona-Soforthilfen für Solo-Selbständige und kleine Unternehmen, zum Beispiel für laufende Betriebskosten: „Kleinstunternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten erhalten (...) bis 9.000 Euro Einmalzahlung für drei Monate. Bei bis zu zehn Beschäftigten fließen bis 15.000 Euro Einmalzahlung für drei Monate.“
  • Liquiditätshilfen in Form von Krediten über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW): Bitte kontaktieren Sie Ihre Hausbank. Es handelt sich nicht um Zuschüsse, sondern um Kredite, die zurückgezahlt werden müssen.
  • Geänderte Einkommenserwartungen von Versicherten können der Künstlersozialkasse gemeldet werden, die Versicherungsbeiträge werden dann angepasst. Bei abgabepflichtige Unternehmen können die monatlichen Vorauszahlungen reduziert werden.
  • Entschädigung für Selbstständige und Freiberufler bei Verdienstausfall durch Tätigkeitsverbot
  • Stundungen von Steuerschulden von Unternehmen durch Finanzämter
  • Erleichterter Zugang zum Kurzarbeitergelt (siehe Frage 8)
  • Einzelfallprüfung, ob auf die Rückforderung bereits verausgabter Fördermittel des Bundes verzichtet werden kann.
  • Weitere Hilfen, klicken Sie den folgenden Link für die vollständige Übersicht:

Bundesregierung: Übersicht über Hilfen für Künstler und Kreative (inklusive Museen, wird laufend aktualisiert).

Pressemeldung der Staatsministerin für Kultur und Medien vom 17.03.2020.

 

Was Museen zusätzlich tun können

  • Bitte prüfen Sie, ob Ihr Museum Kurzarbeitergeld beantragen kann, zum Beispiel für Aufsichts- und Kassenpersonal.
  • Nehmen Sie Kontakt mit Ihrem Träger auf und besprechen Sie unter Verwendung konkreter Hochrechnungen zu den Kostenausfällen durch die Schließung, ob sie sich auf zusätzliche Finanzhilfe oder Ermäßigung bei Fixkosten, z. B. Mieten und Betriebskosten, einigen können. Der Museumsverband Rheinland-Pfalz empfiehlt auch den Trägern, hier nach Möglichkeit großzügige gemeinsame Lösungen zu finden, um die vielfältige Museumslandschaft des Landes zu erhalten.
  • Museen können versuchen, über Spendenaufrufe über ihre Webseite oder über die Sozialen Medien zusätzliche Mittel zu erhalten.

 

4) Welchen Beitrag können Museen jetzt für die Gesellschaft leisten? Wo finde ich Inspiration für digitale Angebote? (30.03.2020, 10:00)

Museen können, ähnlich wie Theater, jetzt Inhalte über das Internet der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen, um das Interesse an ihren Angeboten wachzuhalten und den Einstieg in digitale Angebote zu wagen, da jetzt andere Museumsaufgaben ruhen müssen. Denkbar sind beispielsweise:

  • Verstärkte Aktivitäten im Bereich der Online-Sammlungen, z. B. Sichtbarschalten weiterer Objekte, Anlegen von Themensammlungen. Wir werden demnächst auf dem Museumsportal Rheinland-Pfalz Museen mit digitalen Angeboten verstärkt bewerben. 
  • Virtuelle Rundgänge oder Online-Ausstellungen anbieten, zum Beispiel mit der Funktion „Themen“ bei museum-digital oder DDBstudio, dem Tool für virtuelle Ausstellungen der Deutschen Digitalen Bibliothek.
  • Führungen, Digitorials, oder Interviews mit Museumsmitarbeitern virtuell auf Youtube, den sozialen Medien oder der eigenen Webseite teilen, auch live.
  • Leider gibt es bisher kein einheitliches Hashtag. Vorgeschlagen wurden beispielsweise:  #MuseenEntdecken, #KulturimNetz, #KulturinZeitenvonCorona, #DigAMus, #SammlungDigital, #closedbutopen, #MuseumAtHome, #MuseumFromHome, #MuseumsAndChill, #culturedoesntstop
  • Digitale Projekte für den Internationalen Museumstag im Mai entwickeln (siehe Frage 10).
  • Weitere digitale Projekte, z. B. Aktualisierung der Inhalte der eigenen Webseite, Museumsapps für zu Hause u.s.w.
  • Prüfen Sie Ihren Museumseintrag im Museumsportal Rheinland-Pfalz bzw. lassen Sie uns die notwendigen Daten zukommen, wenn Sie noch keinen Eintrag haben.
  • Melden Sie uns gerne Ihre digitalen Angebote an anders(at)museumsverband-rlp.de

Inspiration findet sich in der umfassenden Liste mit digitalen Museumsangeboten im Blog „Tour de Kultur" von Anja Kircher-Kannemann.

 

5) Müssen/Dürfen Museumsmitarbeiter*innen im Homeoffice arbeiten? (17.03.2020, 16:00)

Aktuell gibt es noch keine Vorschrift, dass Mitarbeiter*innen im Homeoffice arbeiten müssen. Um jedoch die Ansteckungsgefahr möglichst weit zu reduzieren, sollte nach Möglichkeit allen Mitarbeiter*innen, bei denen dies möglich ist, die Arbeit im Homeoffice erlaubt werden. Insbesondere empfiehlt sich das für Personen, die für den Arbeitsweg auf die Nutzung des ÖPNV angewiesen sind. Leiter*innen und Träger von Museen sollten sich nach Möglichkeit großzügig verhalten. Da sich die Lage kurzfristig ändern kann, sollten Sie sich über die Medien täglich auf dem Laufenden halten.

Hier finden Sie die Hinweise des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zu arbeitsrechtlichen Auswirkungen.

 

6) Mein*e Mitarbeiter*in ist in Quarantäne. Was kann ich tun? (19.03.2020, 13:45)

Sie können im Quarantäne-Fall einen Antrag auf Entschädigung stellen, wenn also vom Gesundheitsamt nach dem Infektionsschutzgesetz eine Quarantäne/Absonderung bzw. ein Tätigkeits- und Beschäftigungsverbot angeordnet wurde. Erstattungen nach dem Bundesinfektionsschutzgesetz können über das Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung in Rheinland-Pfalz gestellt werden. Auf dessen Webseite finden Sie das zugehörige Formular sowie die Ansprechpersonen.

Zur Webseite des Landesamts für Soziales, Jugend und Versorgung in Rheinland-Pfalz.

 

7) Müssen Dienstreisen abgesagt werden? (17.03.2020, 16:00)

Zahlreiche Museen haben Dienstreisen, z. B. für den Transport von Exponaten, bis auf weiteres untersagt. Es ist empfehlenswert, nur absolut notwendige Dienstreisen durchzuführen und dabei verstärkt auf die Hygieneempfehlungen zu achten. Alle nicht sehr dringend notwendigen Dienstreisen sollten verschoben werden. Wenn beispielsweise Rückgaben von geliehenen Exponaten fällig werden, sollten Sie die Leihgeber kontaktieren, um gemeinsam eine spätere Rückgabe zu besprechen. Dies betrifft insbesondere den internationalen Leihverkehr.

Hier finden Sie die Informationen der Gesundheitszentrale für gesundheitliche Aufklärung (u. a. Hygiene- und Verhaltensempfehlungen).

 

8) Welche Regelungen gelten hinsichtlich des Kurzarbeitergeldes? (27.04.2020, 11:00)

Bundesregierung und Gesetzgeber haben Sonderregelungen und Erleichterungen zum Bezug von Kurzarbeitergeld erlassen. Dies betrifft vor allem Unternehmen, die „unter massiven Lieferengpässen leiden oder behördlich geschlossen werden müssen“. Sozialversicherungsbeiträge werden bei Kurzarbeit von der Agentur für Arbeit vollständig erstattet. Kurzarbeitergeld ist auch für Beschäftigte in Zeitarbeit möglich. Grundsätzlich müssen von den sozialversicherungspflichtig Angestellten mindestens 10 % der Belegschaft von mindestens 10 % Entgeltausfall betroffen sein. Wenn dies der Fall ist, kontaktieren Sie den Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit um zu prüfen, ob Ihr Museum antragsberechtigt ist. Wenn ja, so müssen Ihre Mitarbeiter der Kurzarbeiterregelung schriftlich zustimmen. Die wegen der Coronakrise eingeführten neuen Regeln für das Kurzarbeitergeld gelten rückwirkend bereits ab 1. März 2020. Sie müssen noch diesen Monat eine Meldung bei Ihrer zuständigen Agentur für Arbeit machen, wenn für März Kurzarbeitergeld beantragt werden soll.

Hier finden Sie die Informationen der Bundesagentur für Arbeit zum Kurzarbeitergeld.

ver.di, Beamtenbund und die kommunalen Arbeitgeber haben sich auf einen Tarifvertrag geeinigt, um Kurzarbeit in kommunalen Einrichtungen zu ermöglichen. Er heißt „Covid-19-Tarifvertrag“ und kann von kommunalen Arbeitgebern direkt umgesetzt werden, er tritt ab dem 1. April in Kraft und gilt zunächst bis zum 31. Dezember 2020.

Hier finden Sie dazu weitere Informationen.

 

9) Meine Honorarkräfte verdienen durch die Schließung kein Geld. Was kann ich tun? (18.03.2020, 11:00)

Personal für Museumsführungen, aber auch Aufsichten arbeiten oftmals auf Honorar- oder Stundenbasis, ihnen entstehen daher durch die Absage von Führungen und durch Schließungen finanzielle Ausfälle. Der Bundesverband Museumspädagogik e.V. hat sich im Namen von rund 2.000 selbstständigen Museumspädagog*innen in einem offenen Brief mit Forderungen an die Staatsministerin für Kultur und Medien Monika Grütters gewendet.

Jetzt den Brief herunterladen (PDF).

Selbstständige sollten sich zwecks Beratung an ihre zuständigen Berufsverbände wenden oder an die Bundesagentur für Arbeit. Es gibt für Selbstständige die Möglichkeit, Förderprogramme der KfW in Anspruch zu nehmen. Museen können außerdem einiges tun, um ihren Honorarkräften zu helfen:

  • Bitten Sie bei Absagen von Programmen und Führungen darum, dass die Führungsgebühr oder ein Teil davon an Ihre Honorarkräfte gespendet wird.
  • Prüfen Sie, ob Sie Honorarkräfte anderweitig beschäftigen können, z. B. für Recherchen, Inventuren, Entwicklung von Führungen und Programmen usw.
  • Bitten Sie über Ihre Kanäle (Newsletter, Webseite, Social Media) um Spenden für das Museum und seine Honorarkräfte.

Bundesverband freiberuflicher Kulturwissenschaftler.

Bundesverband Museumspädagogik e.V.

Informationen der KfW zu Förderprogrammen.

    Schema zum Coronavirus auf einer Schultafel: Zuhause bleiben, Hände waschen, Abstand halten, zum Arzt gehen, Medikamente nehmen
    © www.pixabay.com