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FAQ für Museen zum Umgang mit Corona

Aktualisiert am 09.09.2021: Hier finden Museen und Museumsmitarbeiter*innen grundlegende Informationen und Hinweise zum Umgang mit dem Coronavirus.

Inhaltsverzeichnis (Datum der Aktualisierung, gefettet: zuletzt aktualisiert)

  1. Wichtiges und grundlegende Informationen (09.09.2021)
  2. Welche Förderprogramme gibt es? (23.08.2021)
  3. Welchen Beitrag können Museen jetzt für die Gesellschaft leisten? Wo finde ich Inspiration für digitale Angebote? (16.12.2020)
  4. Müssen/Dürfen Museumsmitarbeiter*innen im Homeoffice arbeiten? (17.03.2020)
  5. Mein*e Mitarbeiter*in ist in Quarantäne. Was kann ich tun? (19.03.2020)
  6. Welche Regelungen gelten hinsichtlich des Kurzarbeitergeldes? (27.04.2020)
  7. Meine Honorarkräfte verdienen durch die Schließung kein Geld. Was kann ich tun? (18.03.2020)

 



1) Was gilt für mein Museum? (09.09.2021)

Es gelten die jeweils aktuelle Corona-Landesbekämpfungsverordnung Rheinland-Pfalz (CoBeLVO) und die dazugehörigen Hygienekonzepte (s. Linksammlung!). Die 26. CoBeLVO tritt zum 12. September 2021 in Kraft. Bei Fragen zur konkreten Umsetzung vor Ort sollten Sie Ihre örtlichen Behörden (z. B. Gesundheits- und Ordnungsämter, kommunale Verwaltung) oder die Corona-Hotline des Landes Rheinland-Pfalz kontaktieren (0800 575 8100, täglich von 8 bis 18 Uhr, am Wochenende 10 bis 15 Uhr).

Unsere Handreichung ist nach Sichtung der 26. Corona-Landesverordnung durch die Geschäftsstelle aktualisiert worden!

Hier finden Sie unsere aktuelle Handreichung zur Corona-Pandemie für Museen (Stand: 09.09.2021)!

Hier finden Sie die aktuell gültigen Rechtsverordnungen von Rheinland-Pfalz zum Coronavirus.

Hier finden Sie die aktuellen Hygienekonzepte, z. B. für Kinder- und Jugendarbeit 

Hier finden Sie Infoplakate für Hygiene- und Abstandsregeln zum Download auf der Seite des Deutschen Museumsbunds.
 



2) Welche Förderprogramme gibt es? (23.08.2021)

Aktuelle Informationen zu Förderprogramm finden Sie auf diesen Webseiten:

Übersicht auf unserer Webseite für Museen in Rheinland-Pfalz

Webseite des Kulturbüros Rheinland-Pfalz

Webseite des Deutschen Museumsbunds mit Übersicht über Bundesprogramme


 



3) Welchen Beitrag können Museen jetzt für die Gesellschaft leisten? Wo finde ich Inspiration für digitale Angebote? (16.12.2020)

Museen können, ähnlich wie Theater, jetzt Inhalte über das Internet der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen, um das Interesse an ihren Angeboten wachzuhalten und den Einstieg in digitale Angebote zu wagen, da jetzt andere Museumsaufgaben ruhen müssen. Viele Museen sind skeptisch und vermuten, dass ihnen durch digitale Angebote die analogen Besucher*innen verloren gehen.

Das Gegenteil ist der Fall: Auch digitale Besucher sind Besucher! Nutzen Sie digitale Kennzahlen (z. B. Webseitenbesucher*innen, Zahl der Fans und Follower in den sozialen Medien) als Kennzahlen gegenüber den Museumsträgern. Digitale Angebote sind Werbung für Ihr Museum und bieten Menschen einen Zugang zum kulturellen Erben, auch über Landesgrenzen hinaus. Die Digitalisierung wird auch in der Museumsarbeit immer wichtiger werden. Kontaktieren Sie die Geschäftsstelle, wenn Sie Hilfe und Unterstützung bei digitalen Fragen benötigen.

Denkbar sind beispielsweise:

  • Online-Ausstellungen neu erstellen oder alte Ausstellungen retro-digitalisieren, zum Beispiel mit der kostenlosen Funktion „Themen“ bei museum-digital, dem kostenlosen neuen Tool „md:story“ für Online-Ausstellungen im beliebten Scrollytelling-Format oder DDBstudio, dem  kostenlosen Tool für virtuelle Ausstellungen der Deutschen Digitalen Bibliothek (für bei der DDB registrierte Einrichtungen). Kontaktieren Sie die Geschäftsstelle, wenn Sie mehr erfahren möchten.Verstärkte Aktivitäten im Bereich der Online-Sammlungen, z. B. Sichtbarschalten weiterer Objekte, Anlegen von Themensammlungen. Auf dem Museumsportal Rheinland-Pfalz präsentieren wir die digitalen Angebote der Museen im Land. 
  • Führungen, Digitorials, oder Interviews mit Museumsmitarbeitern virtuell auf Youtube, den sozialen Medien oder der eigenen Webseite teilen, auch live.
  • Bisher gibt es einheitliches Hashtag. Vorgeschlagen wurden beispielsweise:  #MuseenEntdecken, #KulturimNetz, #KulturinZeitenvonCorona, #DigAMus, #SammlungDigital, #closedbutopen, #MuseumAtHome, #MuseumFromHome, #MuseumsAndChill, #culturedoesntstop
  • Digitale Projekte für den nächsten Internationalen Museumstag im Mai entwickeln
  • Weitere digitale Projekte, z. B. Aktualisierung der Inhalte der eigenen Webseite, Museumsapps für zu Hause usw.
  • Prüfen Sie Ihren Museumseintrag im Museumsportal Rheinland-Pfalz bzw. lassen Sie uns die notwendigen Daten zukommen, wenn Sie noch keinen Eintrag haben.
  • Melden Sie uns gerne Ihre digitalen Angebote an luber(at)museumsverband-rlp.de
     


4) Müssen/Dürfen Museumsmitarbeiter*innen im Homeoffice arbeiten? (16.12.2020)

Aktuell gibt es keine Vorschrift, dass Mitarbeiter*innen im Homeoffice arbeiten müssen. Um jedoch die Ansteckungsgefahr möglichst weit zu reduzieren, sollte auf Empfehlung der Bundesregierung allen Mitarbeiter*innen, bei denen dies möglich ist, die Arbeit im Homeoffice erlaubt werden.

Insbesondere empfiehlt sich das für Personen, die für den Arbeitsweg auf die Nutzung des ÖPNV angewiesen sind oder zur Risikogruppe gehören. Leiter*innen und Träger von Museen sollten sich nach Möglichkeit großzügig verhalten. Da sich die Lage kurzfristig ändern kann, sollten Sie sich über die Medien täglich auf dem Laufenden halten.

Hier finden Sie die Hinweise des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zu arbeitsrechtlichen Auswirkungen.
 



5) Mein*e Mitarbeiter*in ist in Quarantäne. Was kann ich tun? (19.03.2020)

Sie können im Quarantäne-Fall einen Antrag auf Entschädigung stellen, wenn also vom Gesundheitsamt nach dem Infektionsschutzgesetz eine Quarantäne/Absonderung bzw. ein Tätigkeits- und Beschäftigungsverbot angeordnet wurde. Erstattungen nach dem Bundesinfektionsschutzgesetz können über das Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung in Rheinland-Pfalz gestellt werden. Auf dessen Webseite finden Sie das zugehörige Formular sowie die Ansprechpersonen.

Zur Webseite des Landesamts für Soziales, Jugend und Versorgung in Rheinland-Pfalz.
 



6) Welche Regelungen gelten hinsichtlich des Kurzarbeitergeldes? (27.04.2020)

Bundesregierung und Gesetzgeber haben Sonderregelungen und Erleichterungen zum Bezug von Kurzarbeitergeld erlassen. Dies betrifft vor allem Unternehmen, die „unter massiven Lieferengpässen leiden oder behördlich geschlossen werden müssen“. Sozialversicherungsbeiträge werden bei Kurzarbeit von der Agentur für Arbeit vollständig erstattet. Kurzarbeitergeld ist auch für Beschäftigte in Zeitarbeit möglich. Grundsätzlich müssen von den sozialversicherungspflichtig Angestellten mindestens 10 % der Belegschaft von mindestens 10 % Entgeltausfall betroffen sein. Wenn dies der Fall ist, kontaktieren Sie den Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit um zu prüfen, ob Ihr Museum antragsberechtigt ist. Wenn ja, so müssen Ihre Mitarbeiter der Kurzarbeiterregelung schriftlich zustimmen. Die wegen der Coronakrise eingeführten neuen Regeln für das Kurzarbeitergeld gelten rückwirkend bereits ab 1. März 2020. Sie müssen noch diesen Monat eine Meldung bei Ihrer zuständigen Agentur für Arbeit machen, wenn für März Kurzarbeitergeld beantragt werden soll.

Hier finden Sie die Informationen der Bundesagentur für Arbeit zum Kurzarbeitergeld.

ver.di, Beamtenbund und die kommunalen Arbeitgeber haben sich auf einen Tarifvertrag geeinigt, um Kurzarbeit in kommunalen Einrichtungen zu ermöglichen. Er heißt „Covid-19-Tarifvertrag“ und kann von kommunalen Arbeitgebern direkt umgesetzt werden, er tritt ab dem 1. April in Kraft und gilt zunächst bis zum 31. Dezember 2020.

Hier finden Sie dazu weitere Informationen.
 



7) Meine Honorarkräfte verdienen durch die Schließung kein Geld. Was kann ich tun? (18.03.2020)

Personal für Museumsführungen, aber auch Aufsichten arbeiten oftmals auf Honorar- oder Stundenbasis, ihnen entstehen daher durch die Absage von Führungen und durch Schließungen finanzielle Ausfälle. Selbstständige sollten sich zwecks Beratung an ihre zuständigen Berufsverbände wenden oder an die Bundesagentur für Arbeit. Es gibt für Selbstständige die Möglichkeit, Förderprogramme der KfW in Anspruch zu nehmen. Museen können außerdem einiges tun, um ihren Honorarkräften zu helfen:

  • Bitten Sie bei Absagen von Programmen und Führungen darum, dass die Führungsgebühr oder ein Teil davon an Ihre Honorarkräfte gespendet wird.
  • Prüfen Sie, ob Sie Honorarkräfte anderweitig beschäftigen können, z. B. für Recherchen, Inventuren, Entwicklung von Führungen und Programmen usw.
  • Bitten Sie über Ihre Kanäle (Newsletter, Webseite, Social Media) um Spenden für das Museum und seine Honorarkräfte.

Bundesverband freiberuflicher Kulturwissenschaftler.

Bundesverband Museumspädagogik e.V.

Informationen der KfW zu Förderprogrammen.