Nicht jeder spektakuläre Fund hält einer genaueren Prüfung stand. Manchmal führen fehlende Informationen oder falsche Schlussfolgerungen auf die falsche Spur, manchmal werden wissenschaftliche Standards bewusst verletzt. Wie Archäologinnen und Archäologen solchen Fällen auf die Spur kommen, zeigt die neue Studioausstellung „ArchäoGELOGEN? Fakt oder Fake“.
Im Mittelpunkt stehen ungewöhnliche Funde, überwiegend aus Rheinland-Pfalz und Hessen. Einige sind authentisch, andere wurden falsch gedeutet oder manipuliert. Die Besucherinnen und Besucher können zunächst selbst rätseln: Fakt oder Fake? Erst anschließend wird die Geschichte hinter dem jeweiligen Objekt aufgelöst. Zugleich vermittelt die Ausstellung, mit welchen wissenschaftlichen Methoden archäologische Funde untersucht und Aussagen über ihre Herkunft und Bedeutung überprüft werden.
Entstanden ist die Ausstellung in Zusammenarbeit mit Studierenden des Instituts für Altertumswissenschaften der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Unter Leitung von Prof. Dr. Peter Haupt aus dem Arbeitsbereich Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie waren sie an der Entwicklung der Schau beteiligt. Begleitet wird die Ausstellung von einem Veranstaltungsprogramm sowie dem wissenschaftlichen Band „ArchäoGELOGEN. Betrug und Irrtum in der Archäologie“.
Die Studioausstellung ist vom 31. Oktober 2026 bis 31. Oktober 2027 zu sehen.
Gefördert durch das Land Rheinland-Pfalz
Das Ausstellungsprojekt wird im Rahmen der Museumsförderung des Landes Rheinland-Pfalz finanziell unterstützt. Das Land fördert gemeinsam mit dem Museumsverband Rheinland-Pfalz und der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier Projekte nichtstaatlicher Museen. Der Museumsverband berät die Museen zu Fördermöglichkeiten und Antragstellung; die Förderanträge werden über den Verband eingereicht.
Mit unserer Reihe „Geförderte Projekte“ stellen wir ausgewählte Vorhaben vor und zeigen, welche Projekte mit Unterstützung der Museumsförderung in den Häusern des Landes umgesetzt werden.
