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Zwischen KI, Erinnerungskultur und Comic-Kunst: Vorstandsexkursion nach Frankfurt

Am 7. Mai 2026 unternahm der Vorstand des Museumsverbands Rheinland-Pfalz eine fachliche Exkursion nach Frankfurt am Main, um aktuelle Entwicklungen in der Museumsarbeit vor Ort kennenzulernen und den kollegialen Austausch zu vertiefen. Mit der rheinland-pfälzischen Museumslandschaft bestens vertraut, bestand das Ziel darin, über den Tellerrand zu schauen und sich in einem benachbarten Bundesland inspirieren zu lassen.

Erste Station war das Museum für Kommunikation Frankfurt am Museumsufer. Nach der Ankunft begrüßte Direktorin Dr. Annabelle Hornung die Gruppe und gab Einblicke in die Integration KI-gestützter Vermittlungsformate in die Dauerausstellung. Die sogenannten „KI-Inseln“ verdeutlichen anschaulich, wie digitale Technologien neue Zugänge zu Inhalten schaffen und Besuchserlebnisse erweitern können – ein Thema, das auch für viele Häuser in Rheinland-Pfalz zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Im Anschluss besuchte der Vorstand die Sonderausstellung „Die Nazis waren ja nicht einfach weg: Vom Umgang mit dem Nationalsozialismus in Deutschland seit 1945“, die noch bis zum 26. Juli 2026 in Frankfurt zu sehen ist. Wie unterschied sich der Umgang mit der NS-Vergangenheit in Ost- und Westdeutschland? Welche Spuren hat die nationalsozialistische Vergangenheit in der heutigen Gesellschaft hinterlassen? Kann sich Geschichte wiederholen? Die ursprünglich vom Schulmuseum der Universität Erlangen-Nürnberg konzipierte Ausstellung thematisiert Formen des kollektiven Erinnerns und stellt die Frage, wie wir künftig an die NS-Geschichte erinnern wollen. Sie wurde gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern aus ganz Deutschland entwickelt und richtet sich insbesondere an junge Menschen.

Nach einer gemeinsamen Mittagspause im Museumscafé führte die Exkursion zum Weltkulturen Museum. Dort stand die Sonderausstellung „SHEROES. Comic Art from Africa“ im Mittelpunkt. Die Ausstellung ist noch bis zum 30.08.2026 zu sehen gibt Einblicke in die Comic-Szene in Afrika und zeigt zeitgenössische Comic-Kunst mit Fragen von Identität, Geschlechterrollen und postkolonialen Perspektiven.

Die Exkursion bot insgesamt vielfältige Anregungen für die Weiterentwicklung der Museumsarbeit – von digitalen Vermittlungsformaten über innovative Ausstellungskonzepte bis hin zu gesellschaftlich relevanten Themenfeldern. Der abschließende gemeinsame Austausch unterstrich einmal mehr die Bedeutung solcher Formate für Vernetzung, Inspiration und fachliche Weiterentwicklung.

Der Museumsverband Rheinland-Pfalz bedankt sich herzlich bei den besuchten Häusern.

Mitglieder des Vorstands vor dem „Pre Bell Man“ von Nam June Paik vor dem Haupteingang des Museums für Kommunikation: Dr. Nicole Nieraad-Schalke, Jens Pakenis, Steffen Egle, Miriam Anders, Dr. Ursula Ninfa, Sabrina Hirsch (v. links n. rechts)
©  MVRLP

Mitglieder des Vorstands vor dem Haupteingang des Museums für Kommunikation: Dr. Nicole Nieraad-Schalke, Jens Pakenis, Steffen Egle, Miriam Anders, Dr. Ursula Ninfa, Sabrina Hirsch (v. links n. rechts)

Begrüßung durch Dr. Annabelle Hornung (Direktorin des Museums für Kommunikation Frankfurt)
©  MVRLP (Foto: Miriam Anders)

Begrüßung durch Dr. Annabelle Hornung (Direktorin des Museums für Kommunikation Frankfurt)

Mitmachstation in der Ausstellung „SHEROES. Comic Art from Africa“ im Weltkulturen Museum Frankfurt mit einer Figur aus dem Comic „Moongirls“ von der ghanaischen TV- und Radio-Moderatorin, Autorin und Feministin
©  @Nana Akosua Hanson (Fotos: MVRLP)

Mitmachstation in der Ausstellung „SHEROES. Comic Art from Africa“ im Weltkulturen Museum Frankfurt mit einer Figur aus dem Comic „Moongirls“ von der ghanaischen TV- und Radio-Moderatorin, Autorin und Feministin.