Erste Station war das Museum für Kommunikation Frankfurt am Museumsufer. Nach der Ankunft begrüßte Direktorin Dr. Annabelle Hornung die Gruppe und gab Einblicke in die Integration KI-gestützter Vermittlungsformate in die Dauerausstellung. Die sogenannten „KI-Inseln“ verdeutlichen anschaulich, wie digitale Technologien neue Zugänge zu Inhalten schaffen und Besuchserlebnisse erweitern können – ein Thema, das auch für viele Häuser in Rheinland-Pfalz zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Im Anschluss besuchte der Vorstand die Sonderausstellung „Die Nazis waren ja nicht einfach weg: Vom Umgang mit dem Nationalsozialismus in Deutschland seit 1945“, die noch bis zum 26. Juli 2026 in Frankfurt zu sehen ist. Wie unterschied sich der Umgang mit der NS-Vergangenheit in Ost- und Westdeutschland? Welche Spuren hat die nationalsozialistische Vergangenheit in der heutigen Gesellschaft hinterlassen? Kann sich Geschichte wiederholen? Die ursprünglich vom Schulmuseum der Universität Erlangen-Nürnberg konzipierte Ausstellung thematisiert Formen des kollektiven Erinnerns und stellt die Frage, wie wir künftig an die NS-Geschichte erinnern wollen. Sie wurde gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern aus ganz Deutschland entwickelt und richtet sich insbesondere an junge Menschen.
Nach einer gemeinsamen Mittagspause im Museumscafé führte die Exkursion zum Weltkulturen Museum. Dort stand die Sonderausstellung „SHEROES. Comic Art from Africa“ im Mittelpunkt. Die Ausstellung ist noch bis zum 30.08.2026 zu sehen gibt Einblicke in die Comic-Szene in Afrika und zeigt zeitgenössische Comic-Kunst mit Fragen von Identität, Geschlechterrollen und postkolonialen Perspektiven.
Die Exkursion bot insgesamt vielfältige Anregungen für die Weiterentwicklung der Museumsarbeit – von digitalen Vermittlungsformaten über innovative Ausstellungskonzepte bis hin zu gesellschaftlich relevanten Themenfeldern. Der abschließende gemeinsame Austausch unterstrich einmal mehr die Bedeutung solcher Formate für Vernetzung, Inspiration und fachliche Weiterentwicklung.
Der Museumsverband Rheinland-Pfalz bedankt sich herzlich bei den besuchten Häusern.


