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Musikantenland-Museum auf Burg Lichtenberg nach Neugestaltung wiedereröffnet

Nach umfassender Neugestaltung wurde das Musikantenland-Museum auf Burg Lichtenberg am Sonntag, den 10. Mai 2026 offiziell wieder eröffnet. Die modernisierte Dauerausstellung verbindet die Geschichte der westpfälzischen Wandermusikanten mit interaktiven und multimedialen Vermittlungsformen und macht das kulturelle Erbe der Region neu erfahrbar.

Dass Museum setzt künftig stärker auf Beteiligung und Vermittlung: Virtual-Reality-Stationen lassen Besucherinnen und Besucher eine Ozeanüberfahrt einer Musikantenkapelle erleben, Hörstationen machen historische Musikaufnahmen zugänglich und neue Multimedia-Tische zeigen die internationalen Reisewege westpfälzischer Wandermusikanten. Ergänzt wird die Ausstellung durch biografische Zugänge, interaktive Elemente und neu erschlossene historische Perspektiven.

Inhaltlich widmet sich die Ausstellung sowohl dem Leben „Zuhause“ in der Westpfalz als auch dem Unterwegssein der Musiker auf internationalen Tourneen. Erstmals werden dabei auch Themen wie die Rolle von Frauen im Musikantenland, die Wahrnehmung der Musiker im Ausland oder die Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs auf das Wandermusikantentum stärker beleuchtet. Einen besonderen Schwerpunkt bilden persönliche Lebensgeschichten einzelner Musikerinnen und Musiker, darunter der jüdische Kapellmeister Rudi Rosenthal aus Kaiserslautern-Hohenecken.

Konzipiert und gestalterisch begleitet wurde die Neugestaltung von Ausstellungsgestalterin Regina Hauber. Bei der offiziellen Eröffnung würdigte Landrat Johannes Huber die Modernisierung als „besonderen Moment für die Region und die Kultur in der Westpfalz“. Das Museum mache die Geschichte der Heimat und der westpfälzischen Musikanten nun zeitgemäß und lebendig erfahrbar. Besonderen Dank richtete Huber an Regina Hauber, der es gelungen sei, die Ausstellung klarer, moderner und zugänglicher zu strukturieren, ohne die historische Tiefe des Hauses zu verlieren.

Auch Kulturstaatssekretär Jürgen Hardeck nahm an der Eröffnung teil und betonte die Bedeutung des Projekts für die kulturelle Entwicklung ländlicher Räume. Das Projekt habe ihm besonders am Herzen gelegen. Im Anschluss diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Kultur, Wissenschaft und Bürgerschaft über die Museumsneugestaltung und das TRAFO-Projekt „Westpfälzer Musikantenland“, darunter Bürgerwissenschaftlerin Karla Rübel, Tobias Widmaier vom Förderverein sowie Barbara Schmidt vom Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde.

Die Neugestaltung wurde durch das Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration Rheinland-Pfalz gefördert. Der Museumsverband Rheinland-Pfalz begleitete das Projekt im Rahmen der Antragstellung und Beratung. Ergänzend flossen Mittel aus dem TRAFO-Programm „Modelle für Kultur im Wandel“ sowie Eigenmittel des Landkreises Kusel in die bauliche und konservatorische Erneuerung des Hauses. TRAFO ist ein Bundesförderprogramms („Modelle für Kultur im Wandel“), das Kultureinrichtungen in ländlichen Regionen unterstützt.

Mit der Wiedereröffnung präsentiert sich das Musikantenland-Museum als zeitgemäßer Lern- und Erlebnisort, der regionale Geschichte bewahrt und zugleich neue Zugänge für unterschiedliche Generationen schafft.

Museumsleiterin Elaine Neumann begrüßt die Gäste bei der Neueröffnung im Musikantenland-Museum.
©  MVRLP (Foto: Miriam Anders)

Museumsleiterin Elaine Neumann begrüßt die Gäste bei der Neueröffnung im Musikantenland-Museum.

Alice Mura und Miriam Anders (beide MVRLP) überzeugen sich von der gelungenen Neugestaltung des Museums.
©  MVRLP

Alice Mura und Miriam Anders (beide MVRLP) überzeugen sich von der gelungenen Neugestaltung des Museums.