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Mein Museum. Mein Ort: Deutscher Museumsbund startet bundesweite Initiative für mehr junge Perspektiven im Museum

Museen sind gesellschaftlich relevante Orte. Damit junge Menschen sie als solche erleben und mitgestalten können, braucht es zeitgemäße Angebote, die an ihre Lebenswelten anknüpfen, und echte Beteiligungsmöglichkeiten. Mit der bundesweiten Initiative „Mein Museum. Mein Ort.“ unterstützt der Deutsche Museumsbund Museen dabei, gemeinsam mit 16- bis 24-Jährigen neue Erzählweisen und Formate zu entwickeln. Ziel ist es, junge Perspektiven dauerhaft in der Museumsarbeit zu verankern und die Bedeutung der Museen für kommende Generationen zu stärken.

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Viele Museen ermöglichen jungen Menschen bereits kostenfreien Eintritt und senken damit eine wichtige Zugangshürde. Dies allein führt jedoch nicht automatisch zu Interesse, Zugehörigkeit und langfristiger Bindung. Ebenso entscheidend ist, ob junge Menschen ihre Themen und Lebenswirklichkeiten im Museum wiederfinden und eigene Ideen einbringen können. In „Mein Museum. Mein Ort.“ entwickeln junge Co-Creator:innen deshalb gemeinsam mit Museumsmitarbeitenden neue Narrative, Formate und Zugänge zu Sammlungsobjekten, Themen und zum Museum als Ort der Begegnung.

„Museen können jungen Menschen Räume eröffnen, in denen ihre Perspektiven zählen und sie Gesellschaft mitgestalten. Mit ‚Mein Museum. Mein Ort.‘ unterstützen wir Museen dabei, die junge Generation aktiv einzubeziehen und gemeinsam mit ihr Angebote, Erzählweisen und Räume zu entwickeln, in denen sie sich wiederfindet und zugehörig fühlt“, so Sylvia Willkomm, Geschäftsführerin des Deutschen Museumsbundes.

„Die Initiative soll Museen ermutigen, sich auf neue Sichtweisen einzulassen und gemeinsam mit jungen Menschen zukunftsweisende Formate zu entwickeln“, sagt Wolfram Weimer, Staatsminister für Kultur und Medien. „Sie ist aber auch eine Einladung an junge Menschen, ihre Museen vor Ort zu entdecken, ihre Perspektiven einzubringen und sie mit ihren Ideen mitzugestalten. So entstehen neue Zugänge zu unseren Museen – und Orte, mit denen sich junge Menschen besonders verbunden fühlen.“

Im Rahmen eines bundesweiten Open Calls werden acht Museen unterschiedlicher Sparten und Größen ausgewählt. In drei Experimentierphasen entwickeln die Teams, bestehend aus jungen Co-Creator:innen und Mitarbeitenden der teilnehmenden Museen, konkrete Ideen, die anschließend in Pilotvorhaben erprobt werden. Workshops, ein Co-Creation-Lab, Online-Mentoring und praxisnahe Arbeitsmaterialien begleiten die Teams dabei.

Museen sind eingeladen, sich über den Open Call für die Initiative zu bewerben. Informationen zur Ausschreibung, zu den Teilnahmebedingungen und zum Bewerbungsverfahren sind unter museumsbund.de/mein-museum/ auffindbar.

Ein weiterer Bestandteil der Initiative ist ein bundesweiter Preis für innovative Museums- und Ausstellungsarbeit, die gemeinsam mit jungen Menschen entwickelt wurde. Mit einem Gesamtpreisgeld von 100.000 Euro werden erprobte Ansätze ausgezeichnet sowie deren Weiterentwicklung und Verstetigung unterstützt. Neben den teilnehmenden Häusern können sich über einen offenen Aufruf auch weitere Museen mit beispielhaften Vorhaben bewerben.

Die gewonnenen Erkenntnisse werden dokumentiert und dem Museumssektor zusammen mit Arbeitsvorlagen und Good-Practice-Beispielen zur Verfügung gestellt. Damit sollen die beteiligten

Vorhaben über das Projekt hinauswirken und weitere Museen zu mehr Beteiligung, zeitgemäßer Vermittlung und einer nachhaltigen Öffnung ihrer Strukturen anregen.
Gefördert wird das Projekt mit insgesamt 225.000 Euro aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Die Durchführung übernimmt der Deutsche Museumsbund in enger Kooperation mit dem Fonds Soziokultur.

Der Deutsche Museumsbund e. V. ist seit 1917 die Interessenvertretung der Museen und ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Er verbindet Menschen, vielfältige Institutionen und relevante Themen rund ums Museum. Mit seiner Arbeit setzt er sich für zukunftsfähige Museen, qualitätvolle Museumsarbeit und den Austausch zwischen Museumsfachleuten ein.