Unter dem Motto „Museen mit Freude entdecken“ macht der Museumstag die Vielfalt der rheinland-pfälzischen Museumslandschaft sichtbar – von großen Ausstellungshäusern in den Städten bis hin zu kleineren, vielfach ehrenamtlich getragenen Museen im ländlichen Raum. Letztere sind auch dieses Jahr wieder stark vertreten und zeigen, wie breit die Museumsarbeit in Rheinland-Pfalz aufgestellt ist. Diese Vielfalt prägt das kulturelle Leben in Rheinland-Pfalz maßgeblich.
Eine laufend aktualisierte Übersicht aller teilnehmenden Museen in Rheinland-Pfalz finden Sie unter:
https://www.museumsportal-rlp.de/ausstellungen/internationaler-museumstag-2026
Besondere Highlights in den Museumsstädten
In Trier beteiligen sich gleich fünf Museen mit freiem Eintritt am Internationalen Museumstag. Das Programm reicht von Römerzeit XXL und Mosaik-Werkstatt im Rheinischen Landesmuseum über Führungen und Mitmachangebote im Stadtmuseum Simeonstift bis hin zu Vorträgen, Workshops und Familienprogrammen im Museum am Dom, Karl-Marx-Haus und der Schatzkammer der Wissenschaftlichen Bibliothek.
Auch in Koblenz laden mehrere Museen zu Führungen, Workshops und Mitmachaktionen ein. Mit dabei sind unter anderem das Ludwig Museum, das Mittelrhein-Museum, das DB Museum, das Mutter-Beethoven-Haus und das Rhein-Museum.
In Mainz öffnen zahlreiche Museen bei freiem Eintritt ihre Türen. Besucherinnen und Besucher erwarten Druckaktionen im Gutenberg-Museum, Führungen im Landesmuseum Mainz, Angebote im Naturhistorischen Museum sowie Sonderprogramme im Dommuseum, Fastnachtsmuseum und Stadthistorischen Museum.
In Speyer und Ludwigshafen beteiligen sich unter anderem das Historische Museum der Pfalz, das Museum Purrmann-Haus, das Wilhelm-Hack-Museum mit Führungen, Familienangeboten und kreativen Mitmachaktionen. Das Schillerhaus Oggersheim veranstaltet einen großen Mitmachtag rund um Wilhelm Tell.
Museumsprogramm in kleinen Städten und ländlichen Regionen (Auswahl)
In Bad Neuenahr-Ahrweiler erhalten Besucherinnen und Besucher im Temporären Museumsdepot Einblicke in die Restaurierung von Museumsobjekten, die bei der Flutkatastrophe 2021 beschädigt wurden. Die Präsentation macht anschaulich, welche Bedeutung Kulturgutschutz und die Sicherung stadtgeschichtlicher Sammlungen nach der Flut bis heute haben.
In Lahnstein öffnen mehrere kleinere Museen und historische Orte ihre Türen – darunter das Bergbaumuseum Friedrichssegen, der Hexenturm, das Stadtmauerhäuschen und das Fastnachtsmuseum im Martinsschloss.
Etwas außerhalb der großen Museumsstädte, aber ebenfalls einen Ausflug wert, ist der Burgfrühling auf Burg Lichtenberg. Das Urweltmuseum GEOSKOP und das Pfälzer Musikantenland-Museum laden dort mit einem umfangreichen Programm für Familien und Kulturinteressierte ein. Besonders das Musikantenland-Museum lohnt einen Besuch: Es hat erst am 12. Mai nach umfangreicher Neukonzeption und Neugestaltung wieder für Besucher geöffnet.
In Bad Dürkheim verbindet sich der Internationale Museumstag in diesem Jahr mit dem Stadtfest. Das Stadtmuseum Bad Dürkheim lädt zu einem Mitmachmuseumstag rund um „Dürkheim in der Franzosenzeit“ ein. Im Pfalzmuseum für Naturkunde erwarten Besucherinnen und Besucher unter anderem eine Forschungswerkstatt, Pflanzen- und Tierwanderungen sowie Führungen in englischer und ukrainischer Sprache.
In Bad Kreuznach laden die Museen im Kulturviertel zu einem abwechslungsreichen Programm für die ganze Familie ein. Im Mittelpunkt steht das PuK – Museum für PuppentheaterKultur mit einem großen Museumsfest, Puppenspielaufführungen, Mitmachaktionen, Kinderschminken, Walk-Acts und Kinderbuch-Bazar. Ergänzt wird das Programm durch Führungen im Museum Römerhalle und im Museum Schlosspark.
Welche Bedeutung hat dieser Tag für Museen?
Der Internationale Museumstag ist für viele Museen in Rheinland-Pfalz seit Jahren ein fester Bestandteil ihres Jahresprogramms. Er ist eine wichtige Gelegenheit, ihre Arbeit sichtbar zu machen und neue Besucherinnen und Besucher anzusprechen.
Gerade die rheinland-pfälzische Museumslandschaft ist stark von kleineren und mittleren Häusern geprägt, die häufig kommunal oder ehrenamtlich getragen werden. Genau darin liegt ihre besondere Stärke: Sie sind eng mit ihrer Region verbunden, bewahren lokale Geschichte und kulturelles Erbe.
Der Aktionstag macht diese Vielfalt sichtbar und zeigt auch überregional, wie breit und lebendig die Museumslandschaft aufgestellt ist. Der Internationale Museumstag schafft dabei eine gemeinsame Plattform, auf der kleinere regionale Häuser ebenso wahrgenommen werden wie größere Museen in den Städten. Viele kleinere Einrichtungen leisten einen wichtigen Beitrag zum kulturellen Leben vor Ort – als Bildungsorte, Treffpunkte und Räume für Austausch und gesellschaftliche Teilhabe.
Hintergrund
Der Internationale Museumstag findet im Jahr 2026 bereits zum 49. Mal statt. Er wird jährlich vom Internationalen Museumsrat ICOM für den 18. Mai ausgerufen und in Deutschland an einem nahegelegenen Sonntag veranstaltet. Ziel des Museumstages ist es, auf die Museen in Deutschland und weltweit aufmerksam zu machen und Besucherinnen und Besucher einzuladen, die Vielfalt der Museen zu entdecken. Museen sind heute weit mehr als Orte des Sammelns und Bewahrens: Sie sind Bildungsorte, Räume für gesellschaftlichen Austausch und wichtige Bestandteile der kulturellen Infrastruktur.
Seit 1992 steht der Internationale Museumstag unter einem wechselnden Motto, das aktuelle gesellschaftliche Themen aufgreift. In Deutschland wird der Internationale Museumstag vom Deutschen Museumsbund bundesweit koordiniert und in enger Kooperation mit den Museumverbänden und Museumsämtern der Länder auf regionaler Ebene sowie den Museen vor Ort umgesetzt. Unterstützt wird der Museumstag von ICOM Deutschland. In diesem Jahr steht der Museumstag unter der Schirmherrschaft des Bundesratspräsidenten Dr. Andreas Bovenschulte.
