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„Das ehemalige Hotel in dem sich das Museum befindet ist durch seine über hundertjährige Geschichte schon an sich ein museales Ausstellungsstück. Denn es war unter anderem Hauptquartier für deutsches, französisches und amerikanisches Militär sowie Varieté und Bar für amerikanische Soldaten. Das Museum selbst lässt die Geschichten die dieser Ort erzählen könnte in Bildern, Texten, Artefakten und Installationen auf einzigartige Weise lebendig werden. Die Geschichte von Baumholder wurde im Zweiten Weltkrieg von der Wehrmacht die hier Soldaten für einen grausamen Krieg ausbildete geprägt. In den letzten Jahrzehnten war die Entwicklung der Stadt stark mit dem US-Standort Baumholder verbunden. Auch dadurch gewinnt das Museum eine überregionale Strahlkraft, indem es zeigt welche Auswirkungen das Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen – von Deutschen und Amerikanern – haben kann“, betonte Staatssekretär Hardeck.
Das Museum Goldener Engel führt über Kelten, Römer, den Dreißigjährigen Krieg, die Französische Revolution, den Ersten und Zweiten Weltkrieg durch die mehr als 2000 Jahre alte Geschichte Baumholders und der Region. Ein besonderer Schwerpunkt in der zweistöckigen Dauerausstellung liegt auf der kulturellen Entwicklung in der Region durch den amerikanischen Way of Life. Dieser wird durch ausgestellte Alltagsgegenstände, Kleidungsstile und Karosserien vermittelt.
Ab 1938 wurde nördlich von Baumholder ein Truppenübungsplatz für die Wehrmacht eingerichtet. Dafür wurden 12 Ortschaften, sowie viele Mühlen und Höfe geräumt. 4000 Menschen mussten ihre Dörfer verlassen, damit deutsche Soldaten in Baumholder für ihre Einsätze auf den Schlachtfeldern des Zweiten Weltkrieges ausgebildet werden konnten. Nach Ende des Krieges übernahm die französische Armee das Gelände des ehemaligen Ausbildungs- und Stationierungsort. 1951 kamen tausende amerikanischer Soldaten und Zivilisten nach Baumholder, um eine der größten US-Garnisonen in Europa am Rande des Truppenübungsplatzes und direkt an die Stadt angrenzend zu errichten.
Mit der Auszeichnung „Museum des Monats“ würdigt das Land Rheinland-Pfalz Museen, die sich in besonderer Weise durch Qualität, Innovationskraft und gesellschaftliche Relevanz auszeichnen. Das Kultur- und Regionalmuseum Goldener Engel vermittelt auf innovative Art die 2000-jährige Geschichte von Baumholder und seiner umliegenden Region.
Weitere Informationen zum Kulturmuseum Goldener Engel
Hintergrund:
Die Auszeichnung „Museum des Monats“ hat zum Ziel, die Museumsarbeit vor allem kleiner und mittelgroßer Museen landesweit in den Fokus zu rücken. Ausgezeichnet werden Museen, die sich mit gelungenen Ausstellungsprojekten zur Orts-, Regional- oder Landesgeschichte, mit innovativen Vermittlungsideen, interessanten digitalen Angeboten, erfolgreichen Partizipationsprojekten, gelungenen Maßnahmen zur Umsetzung der Barrierefreiheit, außergewöhnlichem gesellschaftlichem Engagement, beispielhaften Projekten zum Sammlungserhalt oder zur Sammlungserschließung oder bemerkenswerten Projekten generationenübergreifenden bürgerschaftlichen Engagements hervortun. Unterstützt wird das Kulturministerium bei der Auswahl der auszeichnungswürdigen Museen vom Museumsverband Rheinland-Pfalz.
Auf der Webseite des Museumsverbands Rheinland-Pfalz finden Sie einen Überblick der bisher ausgezeichneten Museen.
