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Halbzeitbilanz beim Change Management-Projekt „WiM – Wandel im Museum“

Der Museumsverband unterstützt mit dem Change Management-Projekt „WiM – Wandel im Museum“ seit September 2023 kleine Museen im Land, aktuelle Anforderungen zu bewältigen und die Herausforderungen der Zukunft proaktiv anzugehen. Die fünf teilnehmenden Museen ziehen nun Halbzeitbilanz. Das Projekt läuft noch bis November 2024 und wird vom Kulturministerium Rheinland-Pfalz gefördert.

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Die Auftaktveranstaltung zum Change Management-Projekt fand im September 2023 in Neustadt an der Weinstraße statt. Gleich im Anschluss stellten sich die fünf teilnehmenden Häuser der Aufgabe, die wichtigsten Bereiche ihrer Museumsarbeit umfassend zu analysieren und die Handlungsbedarfe bei sich vor Ort zu benennen. Die größte Herausforderung sahen sie in der jeweiligen Sammlungspräsentation: Bei allen Häusern ist die Dauerausstellung in die Jahre gekommen. Die Spanne der Präsentationdauer reicht dabei von knapp 20 bis zu beinahe 50 Jahren.

Im Rahmen von Workshops und Exkursionen setzten sich die Museen im bisherigen Projektverlauf mit museumsrelevanten Themen wie der Ausstellungsgestaltung, der Entwicklung von Sammlungsstrategien genauso wie mit Fragen zur gesellschaftlichen Verantwortung von Museen auseinander. Die Teilnehmenden ziehen eine positive Halbzeitbilanz: Den fachlichen Input, die vielfältigen Anregungen zu Vermittlungsformaten und Neukonzeptionen, aber insbesondere auch die Vernetzung untereinander sowie mit Fachkolleg:innen beurteilten sie als wertvoll für die anstehenden Aufgaben in ihren Häusern.

Die „kurzfristige“ Aufgabe für die zweite Halbzeit des Projekts besteht darin, für ihr jeweiliges Haus Ziele zu benennen und priorisieren: Welche Ziele sollen bis zum Projektende im November 2024 unbedingt erreicht werden? Was die Umsetzung der Aufgaben anbelangt, zeigt sich folgendes Bild: Einige „Hausaufgaben“, die die Häuser zu Beginn des Projekts individuell erarbeitet hatten, waren bereits erledigt. Bei anderen Aufgabenfeldern sahen die Teilnehmenden noch Handlungsbedarf – etwa bei der Leitbildentwicklung und der Erstellung von Organigrammen. Freiwillige für ein Engagement zu gewinnen und in die Museumsabläufe zu integrieren, stellt die Museen bislang ebenfalls noch vor Herausforderungen.

Aktuell stehen bis September vertiefende Einzeltermine mit den Mentor:innen und Projektleiterinnen vor Ort an, um die Teilnehmenden bei der konkreten Umsetzung ihrer Aufgabe in diesen Bereichen zu unterstützen. Bei den Mentor:innen handelt es sich um ehemalige Teilnehmer:innen aus dem Vorgängerprojekt „Changemanagement – Museen im Wandel“ (2019–2022).

 

Was ist „WiM – Wandel im Museum“?

Kleine Museen müssen vielfältige Herausforderungen bewältigen: Sie sollen ihre Sammlung adäquat bewahren und attraktiv präsentieren, begleitende Angebote für ihre Zielgruppen entwickeln und durchführen, Öffentlichkeitsarbeit betreiben sowie die komplette Administration selbstständig bewältigen. Oft fehlen das nötige Know-How, Zeit und finanzielle Mittel, um diese Aufgaben angemessen zu erfüllen. Damit die vorhandenen Potenziale umfänglich genutzt und die Ressourcen gezielt eingesetzt werden können, ist eine auf die Bedürfnisse der Häuser abgestimmte Beratung notwendig.

Das Change Management-Projekt „WiM – Wandel im Museum“ des Museumsverbands Rheinland-Pfalz unterstützt kleine Museen im Land, die genannten Anforderungen zu meistern, und zeigt ihnen Perspektiven für die Zukunft auf. WIM steht dabei nicht nur für strategischen Wandel, sondern auch für Wissenstransfer, Wirksamkeit und Wohlfühlen im Museum. Während der aktuellen Projektlaufzeit 2023 bis 2024 stellen sich fünf kleine Museen aus ganz Rheinland-Pfalz ihren jeweiligen Herausforderungen. Sie werden dabei von zwei erfahrenen Referentinnen fachlich fundiert und bedarfsgerecht begleitet:

Elisabeth Portz-Schmitt ist Diplom-Pädagogin mit langjähriger Erfahrung in der Erwachsenenbildung. Bettina Scheeder bringt als ehemalige Geschäftsführerin des Museumsverbands Rheinland-Pfalz ihren umfangreichen Erfahrungsschatz in der Museumsberatung großer und kleiner, ehrenamtlich betreuter sowie hauptamtlich geleiteter Museen in das Projekt ein. Die Museen aus dem Vorgängerprojekt „Changemanagement – Museen im Wandel“ (2019–2022) stehen zusätzlich als Mentoren für die neuen Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer zur Verfügung und berichten über die angestoßenen Veränderungsprozesse innerhalb ihrer Organisationen.

Das Projekt „WiM – Wandel im Museum“ wird gefördert vom Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration Rheinland-Pfalz.


Zur Projektseite: Change Management-Projekt WiM